Chorjubiläum³

Im Jahr 1969 entschlossen sich der damaligen 1. Vorsitzende Peter Fritz und der Dirigent Martin Bauer neue Wege zu gehen. Man leitete die Gründung eines gemischten Chors in die Wege. Auf den ersten Aufruf kamen über 20 Damen in die erste Chorprobe. Dann begannen die Proben zum neuen Konzertprogramm “Musical Time”, das im Jahr 1970 in der Festhalle aufgeführt wurde. Der Verein trat erstmals in gemischter Chorformation an. Der Chor sang ohne Noten und Textblatt, wurde begleitet von einem Instrumentalensemble und drei Solisten (Theo Möhrle, Gabi Wunsch und Hans Reuter). Eine Lichtshow, der Auftritt einer Tanzgruppe und eine informative Moderation sprengten den bisher gewohnten Rahmen. Bereits ein Jahr später brachte Martin Bauer die “Missa Rhytmicae” zur Uraufführung, eine Sammlung rhythmischer Lieder zum Gottesdienst für Chor, Gemeinde und Instrumentalensemble. 43 Mail wurde diese Messe in der näheren und weiteren Umgebung, ja sogar in Innsbruck und Salzburg aufgeführt. Im  Januar 1973 präsentierte der Badische Chor Wintersdorf mit “Oh Freedom”, ein Konzert mit Spiritual- und Gospelsongs. 17 Aufführungen u.a. in Salzburg, Freiburg und Mannheim mit dem unvergessenen Solisten John Jones aus Omaha/Nebraska rissen das Publikum zu Beifallsstürmen hin.
Mit “FoWo” knüpfte der Chor an die Erfolge der vergangenen Jahre an. 5 Mal wurde das Konzert (u.a. in Aichhalden) aufgeführt. Im März 1979 unternahm der Chor den Versuch eines Konzerts mit offenem Singen. Unter dem Titel “Alding” stellte der Chor zunächst ein deutsches Volkslied im Original vor. Das alle Gäste mitsingen konnten. Danach stellte der Chor die gleiche Melodie in rhythmisch und textlich neuem Gewand vor.
Unter dem Titel “Liederlichkeiten”, Liederliches in Wort und Ton stellten die Sängerinnen und Sänger Lieder aus 5 Jahrhunderten mit teilweise anrüchigen Texten im November 1982 in der Festhalle Wintersdorf vor. Die Texte stießen nicht auf die uneingeschränkte Zustimmung der Aktiven, sodass das Verhältnis zwischen Chorleiter und Chor nicht mehr ungetrübt war.
Mit den beiden Abschiedskonzerten Ende März 1983 endete die 17-jährige erfolgreiche Zusammenarbeit mit Martin Franz Josef Bauer.

Nach der langen Ära Bauer konnte mit Theo Wild ein Chorleiter gefunden werden, der den eingeschlagenen Weg fortsetzte.
Gleich das erste Konzert „Ein Abend am Broadway“ im Dezember 1984 musste dreimal in der Aula des Tulla-Gymnasiums angesetzt werden. Weitere Konzertwiederholungen schlossen sich am 2. Und 3. März 1985 an.
Das Programm wurde im gleichen Jahr auch in Aichhalden, Beinheim, Nußbach, Husum und Nordstrand erfolgreich aufgeführt. Im Jahr 1986 galt es Abschied zu nehmen von der langjährigen Solistin Jutta Hildenbrand.
Unter dem Titel „Adios, Jutta – Danke“ hatte Theo Wild ein Programm mit vielen Hits arrangiert. Mit fünf ausverkauften Konzerten in der Festhalle Wintersdorf verabschiedete sich Jutta vom Chor und von ihren Fans. Ebenso erfolgreich war das nächste Konzert mit dem Titel „Yesterday, Hits von gestern“. Premiere war am 13.12.1986 in der Festhalle, der drei Konzertwiederholungen folgten.
Weitere Aufführungen des Programms waren in der Festhalle Iffezheim, in Büchenau, beim Stadtjubiläum in Miltenberg, im M.A.C. Bischwiller, „Klig“ in Gaggenau, beim Badischen Turnfest in Rastatt, in der Stadthalle Gernsbach, dem Kurhaus in Todtmoos, im Bürgerzentrum in Bruchsal und in Stutensee. Der letzte Auftritt mit diesem Konzertprogramm erfolgte am 22. April 1989 in Beinheim.
Unvergessen bleibt auch die 1988 durchgeführte Romreise. Zusammen mit dem Kirchenchor Wintersdorf wurde. Im Petersdom die „Missa in G“ von G.B. Casali im Rahmen des Kapitelgottesdienstes den Papst Johannes Paul II: zelebrierte, aufgeführt.
„Im Rhythmus unserer Zeit“ hieß das nächste Konzertprogramm, das Theo Wild zu Gedichten von Karl Vetter komponiert hatte. Mit vier Aufführungen in der Aula des Tulla-Gymnasiums im März 1989setzte der Badische Chor seine erfolgreiche Konzertarbeit fort. Wiederholungen erfolgten im März 1990 in der Festhalle Wintersdorf.
Im Oktober 1989 gründete der Badische Chor Wintersdorf den Kinderchor, der bis heute Bestand hat. Bereits im Dezember 1989 wirkten die Kinder bei der Konzertpremiere von Und Friede auf Erden“ mit.
Eine weitere Aufführung erfolgte im Dezember 1990 in Bischwiller
Unter dem Titel „Premierenfieber“ gaben die inzwischen fast 40 Kinder einen umjubelten Einstand in der Festhalle Wintersdorf.
Nach einigen Auftritten mit verschiedenen Programmen in Durmersheim, Stadlhofen und Aichhalden kündigte sich der Abschied von Chorleiter Theo Wild an.
Mit vier ausverkauften Konzerten endete mit „Theos Finale“ die überaus erfolgreiche Ära Theo Wilds.

Wie bei allen bisherigen Dirigenten des Badischen Chor Wintersdorf, unter Martin Bauer „Musical Time“, unter Theo Wild „Ein Abend am Broadway“ startete der neue Dirigent Michael Anarp mit „Musical Express“ mit weltbekannten Musical-Melodien.
Nachdem bei diesem Konzert auch der Kinderchor eine wichtige Rolle hatte, zeigte sich, dass die älteren Kinder auch größere Auftritte bewältigen konnten. Dies zeigte sich vor allem bei dem von den Kindern selbst erarbeiteten Kinderchor-Musical „Tabaluga“. Yvonne Fritz und Maren Minkus zeichneten sich für dieses Musical verantwortlich.
Aufgrund dieses Erfolges kam Michael Anarp auf die Idee einen Jugendchor zu gründen. Zur ersten Chorprobe im Februar 1994 fanden sich 26 Jugendliche aus Wintersdorf und der näheren Umgebung ein. Aus diesem Stamm entwickelte sich ein leistungsfähiges Ensemble, ohne das der Badische Chor Wintersdorf nicht mehr denkbar wäre. Die Jugendlichen brachten frischen Schwung und neue Ideen ein. Seinen ersten Auftritt hatte der Jugendchor im Rahmen des Konzertprogramms „Spiel´s noch einmal“. Da die Wintersdorfer Festhalle und auch die Aula des Tulla-Gymnsiums für die über 120 Chormitglieder zu klein waren, fand dieses Konzert, wie auch alle folgenden, in der BadnerHalle Rastatt statt. Dieses Programm wurde fünf Mal in der BadnerHalle vor über 4.000 Besuchern aufgeführt.
Der Jugendchor unternahm im Jahr 1996 eine Reise nach Schweden und konnte bei gemeinsamen Auftritten mit einem einheimischen Chor
Unvergessen bleibt für eine Gruppe von 25 Sängerinnen und Sängern die Zusammenarbeit mit der spanischen Performance-Gruppe LA FURA DELS BAUS im Mai 1997.
Die größte Herausforderung in der Geschichte des Badischen Chor Wintersdorf bildete die Produktion eines eigenen Musicals. Unter dem Titel „Winidharesdorph“ wurde aus Anlass der 1200-Jahr-Feier von Wintersdorf im Jahr 1999 ein Werk aufgeführt, das alle bisherigen Produktionen des Vereins bei weitem übertraf.
Die Texte, nach einer Idee von Martin Wetzel, schrieb Brigitte Wagner, die Musik für Chor und Orchester stammten von Michael Anarp.
Eine immense Probenarbeit, die fast zweieinhalb Jahre in Anspruch nahm, unzählige Arbeitsstunden für Kostüme und Dekoration und einige schlaflose Nächte für den Vorstand hatten sich gelohnt. In den fünf Vorstellungen im Zirkuszelt begeisterten sich rund 6.000 Besucher an der von Edzard Schoppmann in Szene gesetzten Geschichte von Wintersdorf.
Neuzeitlich Gospels standen als nächstes auf dem Programm. Mit „In The Name OF The Lord wagten sich die Sängerinnen und Sänger zusammen mit der professionellen Band “Gimme 5” an rhythmisch äußerst anspruchsvolle Musik.
Im März 2003 folgte mit „Rock & Emotion“ ein Konzert mit Rockklassikern.
Im Jubiläumsjahr 2005 leitete der Badische Chor Wintersdorf mit der Aufführung der Missa in C von Mozart, der sogenannten Krönungsmesse in der Pfarrkirche St. Michael Wintersdorf ein.
Den Abschluss bildete ein Konzert zusammen mit der Baden Brass Band
2008 folgte mit „Die Macht der Elemente“ das nächste Konzertprogramm.
2010 führten wir in „In 80 Tagen um die Welt“ ein Musical mit selbstgeschriebenen Texten nach dem Roman von Jules Verne.
2012 folgte das nächste Konzertprogramm „Galaxy“.
Unvergesslich bleibt allen Mitwirkenden die Aufführung der „Carmina Burana“ auf dem Flugplatz in Söllingen im Jahr 2013.
Mit „20.000 Meilen unter dem Meer“ folgte im Jahr 2014 das nächste musicalhafte Konzert.
Unter dem „Menschenskinder“ im Rahmen des Projektes „Singen.Bündnisse“ traten wir erstmals im Jahr 2015. In der Reithalle Rastatt auf.
2017 begannen die Proben für „@lice im www.underland“, einem Konzert, das die Zuschauerbegeisterte und das am 30. November 2019 in der BadnerHalle Rastatt wiederholt wird. Karten hierfür sind bereits erhältlich bei Klaus Wetzel (Tel. 07229/3119).

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.